Orientierung & Entscheidung – warum wir uns fürs Mieten entschieden haben
Für uns war früh klar, dass Mieten die pragmatischste Lösung ist. Als Expats mit befristetem Aufenthalt, Visum über den Arbeitgeber und ohne US-Credit-Score wollten wir flexibel bleiben. Ein Kauf kam für uns zu diesem Zeitpunkt nicht infrage – erst ankommen, Gegend kennenlernen, dann entscheiden.
Relocation Manager & Realtor – große Erleichterung durch den Arbeitgeber
Unser Arbeitgeber hat uns einen Relocation Manager gestellt, der gleichzeitig als Realtor gearbeitet hat. Wir haben unsere Wünsche beschrieben (Wohngegend, Haus statt Apartment, Größe, Rahmenbedingungen). Budget und Kosten hat sie direkt mit unserem Arbeitgeber abgestimmt – das hat vieles extrem vereinfacht und uns enorm Zeit und Stress erspart.
Besichtigungen organisieren – viele Häuser in kurzer Zeit
Die Realtor hat passende Häuser herausgesucht und alle Termine koordiniert. Innerhalb von zwei Tagen sind wir durch die Gegend gefahren und haben uns ungefähr 20 Häuser angeschaut. Das ist in den USA völlig normal und hilft sehr beim Vergleichen. Beim letzten Haus hatten wir sofort das Gefühl: Das passt – dort sind wir hängen geblieben.
Haus auswählen & Application – formaler, aber unkomplizierter Schritt
Nachdem wir uns entschieden hatten, hat die Realtor die komplette Kommunikation mit dem Vermieter übernommen. Wir mussten lediglich ein Bewerbungsformular (Application) unterschreiben und die notwendigen Angaben machen. Trotz fehlendem Credit Score lief alles reibungslos über Arbeitgeber und Relocation Package.
Zusage & Mietvertrag – schneller Abschluss ohne lange Verhandlungen
Nach der Application kam die Zusage relativ schnell. Die Realtor hat den Mietvertrag mit dem Vermieter abgestimmt und uns alles erklärt. Der Vertrag wurde direkt über 36 Monate abgeschlossen – auch das ist in den USA je nach Situation durchaus üblich und für Expats nichts Ungewöhnliches.
Kaution & Übergabe – Walkthrough, Fotos und Schlüssel
Die Kaution (Security Deposit) hat unser Arbeitgeber direkt an den Vermieter überwiesen. Bei der Übergabe hat uns der Vermieter das Haus gezeigt, wichtige Dinge erklärt und die Schlüssel übergeben. Die Realtor hat den Zustand des Hauses vollständig mit Fotos dokumentiert. Zusätzlich haben wir alles notiert, was uns aufgefallen ist – extrem wichtig für spätere Diskussionen beim Auszug.
Reinigung & Mängel festhalten – US-Standard vs. deutsche Erwartungen
Vor dem Einzug wurde ein sogenanntes „Deep Clean“ durchgeführt. Die Sauberkeit entsprach jedoch nicht unseren deutschen Vorstellungen. Obere Fenster wurden nicht gereinigt („nicht erreichbar“), im Bad gab es Flecken auf Boden und Toilette, die Dunstabzugshaube war stark fettverschmiert und an mehreren Stellen war es einfach noch schmutzig. Laut Realtor hatte die Reinigungsfirma einen „exzellenten Job gemacht“ – hier zeigen sich deutliche kulturelle Unterschiede. Unser Fazit: alles fotografieren und dokumentieren.
Utilities & Mietzahlung – pragmatisch, digital und empfehlenswert
Nach der Schlüsselübergabe haben wir Strom (DTE), Gas (Consumers Energy) und Internet (Xfinity) angemeldet. Das ging problemlos online oder telefonisch, Voraussetzung war eine US-Bankverbindung. Die Mietzahlung wollten wir nicht per Check abwickeln. Stattdessen haben wir Zillow genutzt, um die Miete direkt digital an den Vermieter zu zahlen. Beide Parteien müssen dafür registriert sein, danach funktioniert es wie ein Dauerauftrag – und hilft sogar beim Aufbau des Credit Scores.